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View_Rebuild_Dir

Parameter: View_Rebuild_Dir
Kurzbeschreibung: Pfad für temporäre Dateien beim View-Rebuild (updall -R, View-Open mit gelöschtem Index). Default: System-Temp-Verzeichnis. Empfohlen: separates Laufwerk mit reichlich Platz.

Steckbrief

Parameter
View_Rebuild_Dir
Kategorie
Performance / Memory (View-Indexing)
Verfügbar seit
Mindestens 9.0.1 (HCL-Doku 9.0.1 – 14.5.1)
GUI-Entsprechung
Nur notes.ini (keine GUI)
Mögliche Werte
Absoluter Pfad zu einem Verzeichnis mit reichlich freiem Platz (z.B. D:\REBUILD oder /local/rebuild)
Default
System-Temp-Verzeichnis (Windows: C:\TEMP, Linux: /tmp); existiert keines, wird das Domino-Daten-Verzeichnis verwendet

Beschreibung

Laut HCL-Produktdokumentation (14.5.1, Changing the temporary folder used for view rebuilds):
When Domino® rebuilds views — for example, when you use updall -R or when a user opens a view whose index has been deleted — it may generate temporary files to sort the data in order to rapidly update the views; Domino® deletes these files after rebuilding the views. By default, these temporary files are located in your system's temporary folder — for example, C:\TEMP. If your system doesn't have a temporary folder, then Domino® puts the files in the Domino® data folder.
Depending on the amount of memory available during rebuilding, the space required in the temporary folder for each view being rebuilt is approximately two times the size of the largest view or two times the size of all the data in documents, whichever value is greater. It is recommended that you change the location of the temporary files to a different drive from the Domino® data folder.
View_Rebuild_Dir legt fest, in welches Verzeichnis Domino temporäre Sortier-Dateien während eines View-Rebuilds schreibt. Ein View-Rebuild wird ausgelöst durch:
  • load updall -R oder load updall -R <db> (administrativer Voll-Rebuild)
  • Öffnen einer View, deren Index gelöscht oder beschädigt ist (clientgetrieben)
  • compact -D mit Discard-Built-Views
  • Erste Indexierung einer neuen View
Laut HCL benötigt Domino pro View ca. das Zweifache der größten View-Größe oder der Dokument-Datenmenge (je nachdem, was größer ist) an freiem Platz. Wenn Domino schätzt, dass nicht genug Platz vorhanden ist, fällt es auf das langsamere Standard-Rebuild-Verfahren zurück und schreibt eine Warnung ins Log:
Warning: unable to use optimized view rebuild for view due to insufficient disk space at directory. Estimate may need x million bytes for this view. Using standard rebuild instead.
Empfehlung HCL: temporäres Verzeichnis auf ein separates Laufwerk vom Daten-Verzeichnis legen — das verteilt I/O und stellt sicher, dass genug Platz vorhanden ist.

Beispiel-Konfiguration

Windows:
View_Rebuild_Dir=D:\REBUILD
Linux:
View_Rebuild_Dir=/local/rebuild

Hinweise & Stolperfallen

  • Das angegebene Verzeichnis muss vom Domino-Service-User schreibbar sein — sonst fällt der Rebuild stillschweigend auf das System-Temp zurück.
  • Auf Linux-Containern ist /tmp häufig auf wenige hundert MB begrenzt (z.B. via tmpfs-Limits) — dort ist View_Rebuild_Dir praktisch Pflicht, wenn größere Datenbanken im Spiel sind.
  • Verwandter Parameter: Disable_View_Rebuild_Opt=1 schaltet das optimierte Rebuild-Verfahren komplett ab — nur als letztes Mittel zu nutzen, falls trotz korrekt gesetztem View_Rebuild_Dir weiter "insufficient disk space"-Warnungen für viele Views erscheinen.
  • Bei dauerhaft vielen Rebuild-Warnungen lieber den Pfad und die Plattenkapazität prüfen, statt das Optimum komplett zu deaktivieren.
  • Domino löscht die Temporär-Dateien nach Abschluss — bei einem Server-Crash mitten im Rebuild können jedoch Reste zurückbleiben, die manuell entfernt werden müssen.

Quellen (HCL Product Documentation)