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TRANSLOG_Performance

Parameter: TRANSLOG_Performance
Kurzbeschreibung: Bestimmt den Trade-off zwischen Laufzeit-Performance und Restart-/Recovery-Zeit beim Transaktionslogging: 1 = Favor runtime, 2 = Standard (Default), 3 = Favor restart recovery time. Entspricht dem Feld „Runtime/Restart Performance“ im Server-Dokument.

Steckbrief

Parameter
TRANSLOG_Performance
Komponente
Server
Kategorie
Transaktionslog
Verfügbar seit
Domino 5.x; aktuell dokumentiert in HCL Domino 9.0.x–14.5.1
Wertformat
Ganzzahl 1, 2 oder 3
Default
2 (Standard)
GUI-Entsprechung
Server-Dokument → „Transactional Logging“ → „Runtime/Restart Performance“

Beschreibung

Domino schreibt Transaktionen zunächst sequentiell ins Translog, hält die geänderten NSF-Blöcke aber im Unified Buffer Manager (UBM) im Speicher. Erst beim nächsten Checkpoint werden diese Blöcke auf die NSF-Datei gehardent. Je mehr im UBM zwischengehalten wird, desto schneller die Laufzeit – desto mehr muss aber beim Crash aus dem Log nachgespielt werden.
Laut HCL KB0032176 „Transactional Logging and how it operates“ gibt es drei Stufen:

TRANSLOG_Performance=1 – Favor runtime

  • Redo.Limit = min(500 MB, halbe definierte Logsize). Bei einer 4-GB-Logsize z. B. 2 GB Redo.Limit (gedeckelt auf 500 MB).
  • Wenig Checkpoints, viel UBM-Inhalt, maximale Laufzeit-Performance.
  • Restart-Recovery dauert lange, weil entsprechend viele Transaktionen aus dem Log neu in die NSFs geschrieben werden müssen.
  • Geeignet für große Server mit viel RAM und stabilen Hardware-/Cluster-Umgebungen.

TRANSLOG_Performance=2 – Standard (Default)

  • Redo.Limit = 49 MB.
  • Ausgewogenes Verhältnis aus Laufzeit-Performance und Restart-Recovery.
  • Empfohlener Default für fast alle Produktionsserver.

TRANSLOG_Performance=3 – Favor restart recovery time

  • Viele Checkpoints, wenig UBM-Inhalt, schneller Restart.
  • Laufzeit etwas langsamer, weil häufiger auf NSF gehardent wird.
  • Geeignet für Hochverfügbarkeits-Cluster, in denen ein schneller Restart wichtiger ist als die Spitzenlast-Performance.

Beispiele

Standard-Empfehlung für typische Produktionsserver:
TRANSLOG_Status=1 TRANSLOG_Style=1 TRANSLOG_Path=D:\Domino\txn TRANSLOG_Performance=2
Großer RAM-Server, dem Spitzenlast wichtiger ist als die Restart-Zeit:
TRANSLOG_Status=1 TRANSLOG_Style=1 TRANSLOG_Path=D:\Domino\txn TRANSLOG_Performance=1
HA-Cluster-Knoten mit Fokus auf schnelle Recovery:
TRANSLOG_Status=1 TRANSLOG_Style=1 TRANSLOG_Path=D:\Domino\txn TRANSLOG_Performance=3

Hinweise

  • Änderung erst nach Restart wirksam – TRANSLOG_Performance wird beim nächsten Server-Start aktiv.
  • RAM beachten – „Favor runtime“ (1) kann bei knappem Speicher kontraproduktiv sein, wenn der UBM zu groß wird und die OS-Page-Datei beansprucht.
  • Disk-Performance Translog vs. NSF – Wer häufiges Hardening (3) wählt, sollte auch für flüssige NSF-I/O sorgen, sonst frisst das Hardening die gewonnene Restart-Zeit wieder auf.
  • BegleitparameterTRANSLOG_Status, TRANSLOG_Path, TRANSLOG_Style, TRANSLOG_MaxSize, TRANSLOG_AutoFixup, TRANSLOG_UseAll.

Quellen (HCL Product Documentation)